Archiv für die Kategorie ‘Südostasien’

Hongkong – letzter Beitrag

Donnerstag, 22. April 2010

Fotos…

Hallo ihr da draußen! Dies ist nun mein letzter Beitrag und ich danke allen, die mich ab und zu hier im Netz besucht haben. Nehmt euch etwas Zeit für diesen Artikel, denn er ist ganz schön lang geworden.

Schon etwas wehmütig saß ich eben noch im Flugzeug, nicht etwa weil meine Reise nun ein Ende hat, schon auch ein wenig deswegen, aber viel mehr, weil Hongkong einfach so geil ist. Meine absolute Traumstadt. Alles was ich an einer asiatischen Großstadt schätzen gelernt hab, ohne den Smog und die Nutten von Bangkok, ohne die strenge Kühle von Singapur und Kuala Lumpur. Riesige Wolkenkratzer, kunterbuntes Nachtleben, freundliche, rücksichtsvolle Menschen, die sich nicht die ganze Zeit wegsaufen und rumpöbeln wenn die Sonne untergeht. Endlose Straßen gefüllt mit Märkten, traumhafte Landschaft ringsherum und mal eben das kommunistische China nebenan, wofür man aber ein Visa beantragen muss, was einige Zeit dauert.

Meine Füße tun ziemlich weh. Ich bin in Hongkong jeden Tag von 12 bis 12 auf den Beinen gewesen und hab mich abenteuerlustig durch die Metropole geschlagen (und das in meinen 20 OZ Dollar Schuhen!).

Als ich nach meinem super gechillten (dank Platz mit Beinfreiheit in der Nähe vom Ausgang) Hinflug von Sydney nach Hongkong in den Bus stieg, 34 Dollar (Hongkong Dollar = 1:10) in einen Schlitz vor den Busfahrer geworfen hatte und mich ans Fenster setzte wusste ich nicht was mich erwartete. Ich hoffte ja einiges, aber was ich allein schon nach einer guten Stunde Busfahrt durch die Nacht und Hongkong zu sehen bekam machte mich sprachlos. Nagut, ich sprech ja eh nicht soviel zu mir selbst, obwohl…, ach sei ruhig!

Alles was ich bisher an großen Städten zu Gesicht bekam, wirkt jetzt, ich muss es leider so sagen, winzig. Auch good old Sydney kann da nicht ansatzweise mithalten.

Weniger groß war dann mein Zimmer, das ich mir von Sydney aus für zwei Tage im Vorraus gebucht hatte. Es befand sich in der Chung King Mansion, direkt an der Hauptstraße im kultigen Kowloon, einer der vier großen Bereiche von Hongkong. Ein großes (sinnlos zu sagen, es gibt eh keine kleinen Gebäude in Hongkong), etwas abgefucktes Gebäude. In der untersten Etage befinden Shops wie ich sie mag. Reisekoffer für 10 Euro, nachgemachte Handys, echte Uhren von Casio und Seiko (hunderte verschiedene, von 20 bis 100 Euro), Maßschneidereien, die dir einen Anzug anfertigen für verhandelbare 80 Tacken und jede Menge billige Klamotten. In den restlichen 18 befinden sich hauptsächlich “Gasthäuser”. Eine Mischung aus Hostel und Hotel (ja, es gibt auch was dazwischen).

Wenn man da also in dieses Gebäude reinmarschiert, kommen leider erstmal jede Menge Leute auf einen zugestürmt und wollen einem ihr Gasthaus aufschwatzen. Abgehärtet durch Thailand für mich nur Kleinkram. Anstatt fies abzuwinken kann man ja auch sagen, dass man einfach nicht will Buddy, dann kommt auch was freundliches zurück. Diese Schnepperei ist mir übrigens nur dort und nirgendwo anders in der Stadt aufgefallen.
Nachdem ich den richtigen Block (C) und den dazugehörigen Fahrstuhl fand, gelang ich zu meinen zwielichtigen, aber im nachhinein korrekten Gastgebern im 16. Stock. Nach dem Geschäftlichen wurde ich dann in Block B, 12. Etage verschleppt. Ich bekam mein Zimmer. Ohne zu übertreiben, unter 4 Quadratmetern inklusive Badezimmer. Das weiß ich deswegen, weil ich mich weder in die eine noch in die andere Richtung komplett austrecken konnte. Aber ich hatte mein eigenes Zimmer und es war verdammt sauber, wurde jeden Tag sauber gemacht inklusive neuem Handtuch. Zudem hatte ich nen Fernseher mit der chinesischen Version von GZSZ und BBC Worldnews und ich hatte sogar nen Aschenbecher, Klima und Ventilator. Das alles kostete mich 20 Euro die Nacht. Klar, ich hätte auch für nen 5er in einem ihrer Schlafsääle pennen können. Diesesmal kam es mir absolut nur auf die Stadt an. Auf Leute, hatte ich keinen Bock. Lenken nur ab.

Und so ging es dann erstmal frisch geduscht auf die Straße. Da ich mir erstmal was gönnen und alles entspannt angehen wollte, suchte ich mir ein Restaurant ein paar Straßen weiter. Danach schlenderte ich noch ein wenig umher und erkämpfte mir den Weg zurück zu  meinem Zimmer.

Die Nacht war nicht sonderlich entspannend. Die nichtabschaltbare Zimmerlüftung machte nervige Geräusche und befreizte mich von erholsamen Schlaf. Trotzdem gings dann euphorisch raus auf die Straße. Als erstes gings in einen 7-Eleven. Diese Läden waren in Thailand sehr billig, in Australien völlig überteuert. Hier war ich neugierig und wurde positiv überrascht. Die Preise ähnelten eher denen in Thailand. Endlich wieder kalten Nescafé trinken bis zum abwinken. Eine Dose umgerechnet 70 Cent, in Thailand waren es 30 Cent, in Australien gabs Eiskaffee erst ab ca. 1,80 Euro. Ebenso die mir bekannten Sandwiches. Die gabs hier fürn Euro, cirka gleichteuer wie in Thailand. Da das die leichteste Form eines Frühstücks war, griff ich zu und machte mich auf den Weg. Ich lief die Nathan Road hinunter, entlang an verschiedenen Museen bis zum Wasser. Dort angekommen konnte ich zum ersten Mal die grandiose Skyline von Hongkong Island bestaunen. Leider machte der dichte Nebel die Aussicht etwas zu nichte. Mir egal, gab es erstmal eine Fotoorgie sondergleichen. Danach gings zum Informationsschalter, der direkt bei den Fähren lag. Ich deckte mich mit allen möglichen Prospekten ein, mit dem Ziel, soviel wie möglich in Hongkong zu sehen. Den restllichen TAg verbrachte ich damit, mit großen Augen durch Kowloon (Teil von Hongkong auf dem Festland) zu laufen. Ich fand die, durch eines der Prospekte empfohlene, Temple Street. In der findet täglich ein Nacht Markt statt. Die Leute fangen so um 18 Uhr an ihre Stände aufzubauen und verabschieden sich gegen 23 Uhr. Zu kaufen gibts das, was man auch erwartet dort kaufen zu können. Von billigen Klamotten, über billige (nachgemachte) Technik, Messer, Ferngläser, I-Phone Nachbauten für 50 Euro, Taschen, Souvenirs ect. Diese Märkte nehmen sich vom Inhalt nichts, findest du sie in Thailand, Malaysia oder auch in den Chinatowns Australiens. Selbst vom Preis her bewegen diese sich auf fast demselben Niveau. Im Gegensatz zu Thailand oder Malaysia wird man dafür hier von niemandem angesprochen oder gar gedrängt etwas zu kaufen. Alle sind völlig entspannt, bis auf die Leute, die hier Technik verkaufen. Die sind dann meist schon etwas agressiver. Sich bloß nicht lautstark für ein Handy oder ein Objektiv interessieren und es dann nicht kaufen. Dadurch erntet man nur abwertende Blicke. Ich kann sagen, egal wie sehr euch diese Technikläden oder Stände anmachen, lasst die Finger davon. Mal abgesehen davon, dass die Technik hier eh nicht billiger ist (man kann handeln), machen alle diese Technikverkäufer keinen besonders seriösen Eindruck.

Was mich an dem Abend faszinierte und nicht mehr losließ waren die Schuhe hier. Da ich leider süchtig nach Schuhen bin konnt ich mich den hier vorherrschenden Reizen nicht entziehen. Durchaus keine Nachgemachten Schuhe, durchaus billig, aber mit seltsamen Produktpaletten, warteten dir Verkäufer hier auf. Neupreis für ein Paar Adidas Schuhe war 50 Euro, jedoch gabs keinen Laden, indem nicht fast alle Schuhe um die Hälfte reduziert waren. Diesen Abend konnt ich mich noch beherrschen. Ich ging zurück zur Chung King Mansion, breitete vor mir alle, von mir eingeholten, Prospekte aus und machte mir einen perfekt durchgestylten Plan. Ich verwarf ihn am Ende des nächsten Tages.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach einem günstigeren Zimmer. Ich arbeitet mich die Etagen hinunter, wurde von dem einen Gasthaus in Block B, zu ihrem Partnergasthaus in Block A geschickt. Dort wartete ich mit ein paar Franzosen auf einen Rezeptionisten. Dieser kam dann im Bademantel und zeigte zerknautscht auf einen Zettel an der Wand. Dieser besagte, das hier erst 12 Uhr mittags aus- oder eingecheckt wird. Belustigt ging ich weiter und traf im 15. Stock des Blockes A auf die Pension von Frau Kam. Diese war nett, zeigte mir ein Zimmer, welches gleich mehrere Vorteil mit sich brachte. Es war billiger (13 Euro), hatte ein Fenster, hatte kein störendes Lüftergeräusch und hatte mehr Platz, weil das Bad außerhalb war. Perfekt. Mein neues zu Hause.

Mein Plan stand. Ich wollte auf die Insel Lantau, den großen sitzenden Buddha anschauen. Da dort keine Fähre hinfährt, ging es mit dem Zug dorthin. Leider ist Lantau sehr eingeschränkt, was ich vorher nicht gedacht hatte. Es gibt nur 2 Wege auf dieser Insel, zurück nach Kowloon, oder hinein in die Insel zu 2 verschiedenen Touristenattraktionen. Man hatte 2 Möglichkeiten, entweder man nimmt den Bus, oder man nimmt die beliebte Gondel. Bei letzterer war die Wartezeit mit 2 Stunden ausgeschrieben, sodass ich den Bus nahm. Vorbei ging es an einsamen, unbewohnten und unbewohnbaren Landschaften, einem Gefängnis, welches im Nichts, eingekesselt zwischen Meer und Wald lag. Ich erreichte den Buddha, schaute ihn mir an, ebenso wie den Tempel gleich nebenan und machte mich wieder vom Acker.

Ich fuhr die gleiche Strecke mit Bus und Bahn zurück, jedoch etwas weiter bis zur Admiralty Station auf Hongkong Island. Ich lief von der Bahnstation gen Innenstadt. Ein großer Teil der Fußgängerwege befindet sich über der Straße. Man läuft sozusagen völlig entspannt durch die Stadt, muss auf keine Ampel warten und hat zudem auchnoch einen tollen Ausblick auf das Leben unter einem.

Auf meinem Plan stand der Peak. Der höchste Aussichtspunkt in Hongkong, mit grandiosem Ausblick. Ich arbeitet mich vor bis zur Peak – Zugstation, immer wieder unterbrochen von wilden Fotoeskapaden und Pausen, die ich mit Halsverrenkungen gen Wolkenkratzer verbrachte. Als ich die Fahrkarte kaufen wollte, wies mich die Verkäuferin enrgisch daraufhin, dass von dort oben vor lauter Nebel nichts zu sehen sei. Das schien mir aufgrund der enormen Leuchtkraft der Gebäude nicht realistisch und ich kaufte sie trotzdem. Mit der “Peaktram” ging es dann extrem steil bergauf. Anfangs beeindruckten die nun schief stehenden Hochhäuser noch neben uns, später beeindruckte nur noch die Dichtheit des Nebels. Ich fuhr die Rolltreppen des Peak Towers hinauf um mich an der Aussicht zu ergötzen, doch ich sah, …, nichts! Nur Nebel, nichts anderes. Hatte zwar auch was Unheimliches ala Silent Hill, versperrte aber einen einmaligen Blick. Ich bahnte mir den Weg zurück nach draußen, vorbei an unzähligen Geschäften in dem Peaktower. Unten angekommen wollte ich eigentlich mit der Bahn zurück fahren. Als ich die Schlange vor der Bahn sah, entschied ich mich ohne Probleme für den Weg zu Fuß. Das sollte ein Abenteuer werden.

Nachdem ich eine zeitlang den falschen Weg entlang gegangen bin, fand ich die “alte Peak Road”. Sie führte in Serpentinen verdammt steil hinunter. So langsam tauchten die majestätischen Hochhäuser im Hintergrund auf, schimmerten erst schwach durch den Nebel, bis sie dich mit ihren tausend hellen Augen anstarrten. Ich war völlig allein auf meinem Weg hinunter in die Stadt. 2 oder 3 mal kam mir jemand mit einem Hund an der Leine entgegen, das wars. Der Weg war anstrengend. Ich begann fürchterlich zu schwitzen, meine Oberschenkel und Füße begannen weh zu tun. Nach gefühlter Ewigkeit stieß ich auf eine Querstraße. Die “Old Peak Road” hörte auf und die neue Straße war noch nicht auf meinem Plan, was mir suggerierte, dass ich noch ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt war. Also ging ich auf gut Glück die Straße entlang. Ich folgte den nächsten Straßen hinunterwärts. Sie waren schmal und leergefegt. Es ging vorbei an gigantischen Hotels, die hier Seite an Seite am Berghang thronten. Ich fühlte mich wie in einer anderen Welt, wie auf einem fernen Planeten in der Zukunft. Ich vergaß sogar Fotos zu machen.

Durchgeschwitzt und müde vom marschieren kam ich dann zu einem Schild, welches mich zu einem Weg für Passanten führte. Ein Weg gesäumt von Rolltreppen. Zivilisation kehrte zurück, die Straßen wurden wieder heller und belebter und ich setzte mich erstmal auf eine der Treppen und ruhte mich aus. Rechts neben mir lief die Rolltreppe, die nur nach oben fuhr, links an der Seite gab es kleine Restaurants, zumeist mit Europäern gefüllt. Vor mir der endlose Blick die Treppen hinunter und hinein nach Hongkong. Im Hintergrund ragten die Hochhäuser durch den farbigen Nebel und wachten mit ihren leuchtenden Augen über ihre Einwohner und ich fühlte mich plötzlich so klein.

Nach endlosen Treppenstufen hinab in die City, über kilometerlange Fußgängerbrücken bis hin zum Bahnhof ließ ich, erschöpft von einem großartigen Tag. So sieht das perfekte Stadterlebnis aus. Keine (teure) Tour kann dir das bieten und kein Disneyland kann dich so in seinen Bann ziehen. Mir war klar, aus meinem Plan, den ich mir aus all meinen Prospekten zusammenstellte, würde nichts mehr werden.

Frau Kam und ich kamen ab und zu ins Gespräch. Sie ist wirklich sehr nett und witzig. Sie brachte mir ein paar Worte auf cantonesisch bei und ich versucht eihr ein paar Worte in deutsch einzutrichtern. Sie hatte sich einen Access Point gekauft, da ihr Router allein nicht bis in alle Räume sendet. Ich versuchte ihr zu helfen und war mir auch sicher, dass ich das Problem lösen kann, aber wie das immer so ist mit der Technik, gab ich mich um 2 Uhr nachts geschlagen.

Mittwoch. Ich probierte einen der zwielichtigen Elektronikläden aus. Ich interessierte mich für ein Ultraweitwinkel Objektiv für meine Kamera. Preis in Deutschland wäre cirka 400 – 450 Euro. Ich handelte lange und geübt und landete bei 240 Euro. Ich hatte eines ihrer Vorführobjektive ausprobieren können. Kein Fake, alles echt. Nun gings ums bezahlen. Sie wollten von mir gleich eine Kreditkarte sehen. Ich wollte in Bar bezahlen, musste aber erst noch Geld holen. Nach einiger Zeit hatte ich das Geld und wollte mein Objektiv abholen. Es hieß, komm mal in 2 Stunden wieder, ist noch nicht hier. Im Endeffekt kam das Objektiv nie an. Was hätte ich wohl gemacht, wenn ich gleich mit Karte bezahlt hätte?

Heute war das Wetter schlecht. Es regnete, es war kalt und düster. Zudem war heute Museumstag, Eintritt frei in jedem Museum in Hongkong. Ich besuchte das Museum der Künste und freute mich endlich wieder über Kultur. Danach ging es ins Raumfahrt Museum. Auch das ging in Ordnung. Auch wenn es etwas voll war und überall ungebändigte Kinder umhernervten. Danach lief ich wieder zum Pier und startete die nächste Fotoorgie. Als ich zufrieden war lief ich nordwärts. Ich hatte einen Tip bekommen, wo man was leckeres Essen kann in einer besonderen, filmischen Atmosphäre. Ich durchquerte den “Kowloon Park” und gesellte mich an einen Springbrunnen. Dort gab es ein ziemlich buntes Publikum zu bestaunen. Eine Gruppe von stämmigen Mädchen tanzte zu seltsamer Musik. Hatte was orientalisches, aber auch hundert andere Dinge. Inder unterhielten sich, ältere Chinesen trafen sich zum Essen. Ich ging weiter.

Ich kam zu einem weiteren, viel kleineren Park. Dort gab es mehrere Tisch, an denen es von Leuten nur so wimmelte, die sich um 2 andere Leute scharrten. Diese 2 spielten angestrengt ein Brettspiel, welches ich nicht kenne. Ich besuchte den Tin Hau Tempel gleichnebenan und verlief mich auf der Suche nach dem Ort, von dem ich gehört habe. Ein Rumäne, der schon seit 3 Jahren hier lebt half mir und führte mich netterweise auf den richtigen Weg. Der Ort hieß Kubrick. Es war eine Bibliothek mit einem Café innendrin, indem man auch lecker Essen bestellen konnte. Ich setzte mich ans Fenster, schnappte mir eine Filmzeitschrift und bestellte mir Spaghetti mit Ente. Ich fühlte mich so pudelwohl. In einem Ort zu sein, in dem es nur um Filme geht, angenehm leise und unaufgeregt und dazu schlechtes Wetter. Ich ließ mir Zeit. Danach wollte ich mir in dem Kino gleich nebenan “Das weiße Band” anschauen, leider kam ich zu spät oder es war ausverkauft. Ich habe sie nicht ganz verstanden. Als ich auf dem Rückweg den Park wieder durchqueren wollte fielen mir Straßenhändler auf, die vor ein paar Stunden noch nicht da waren. Sie verkauften rund um den Park Bronzebuddhas, Jadefiguren und Schmuck. An anderen Ständen wurde die Zukunft aus der Hand gelesen. Diese Stände waren seltsamerweise ziemlich gut besucht von, wie es schien, Einheimischen Männern und Frauen. Wieder andere Stände verkauften Sexspielzeuge und auf der Straße gegenüber wurden chinesische Lieder gesungen. Ich kaufte einem der Händler einen 4-gesichtigen Bronzebuddha und ein bronzenen Türklopfer. Wieder habe ich lange und hart verhandelt und hatte richtig Spaß dabei, warscheinlich mehr als der Verkäufer.

Und dann war Donnerstag. Im Bauch kribbelte es schon etwas. Ich war etwas traurig diese fantastische Stadt zu verlassen, andererseits juckte es mich schon, Familie, Freunde und Berlin wiederzusehen.
Auf meiner Liste standen noch das Geschichtsmuseum und das Wissenschaftsmuseum. Leider hatte Letzteres zu, sodass ich mit der Geschichte Hongkongs vorlieb nehmen musste. Diese hat wirklich einiges zu bieten. Sehr anschaulich wurde durch die Geschichte Hongkongs vor, während und nach britischer Herrschaft geleitet. Ich muss sagen, die Museen hier sind nicht sonderlich vollbeladen mit Informationen, diese werden aber immer, egal in welchem Museum, sehr anschaulich nähergebracht. Als ich in einem  kleinen Kino im Museum, in dem ein, zugegebenermaßen, ganz schön schnulziger Film zur Übergabe Hongkongs an China lief, in einer deutschen Zeitung von 97 den Artikel über dieses Ereignis las, lief es mir kalt den Rücken runter. Ich denke man kann das schon mit dem Fall der Berliner Mauer vergleichen. Somit haben wir mit den Leuten hier durchaus etwas gemeinsam.

Danach ging es wieder in mein Lieblingscafe, das Kubrick. Diesmal gab Spaghetti mit knusprigem Huhn. Genauso lecker! Dieses Mal war ich allerdings schlauer und kaufte mir ein Kinoticket, bevor ich ins Cafe ging. Das weiße Band lief nicht mehr. Ich wählte mir einen echten, einheimischen Kinofilm aus. “Crossing Hennessy” Ein süßer Film über das Leben und Lieben von Menschen hier in Hongkong. Es stellte sich als sehr gute Wahl heraus, auch wenn man sich in diesem Kino etwas sehr überwacht fühlte. Alle 5 Minuten schlich einer der Angestellten mit einer Taschenlampe quer durch den Saal. Wahrscheinlich um das Mitfilmen zu verhindern. Davon abgesehen haben sich die 5,50 Euro gelohnt. Man konnte lachen und mitfiebern und feststellen, das es hier tolle Schauspieler gibt, die man sogar von anderen Chinesen unterscheiden kann. Etwas mitgenommen von der Story über Beziehungen , aber dennoch in guter Stimmung schlenderte ich wieder vorbei an dem Markt mit seinen ganzen Händlern. Diesmal ließ ich mich von einem dicken Jadebuddha erweichen. Für meine Großeltern nur das Beste. Was ich bisher nicht tat, musste ich heute abend unbedingt nachholen. Ich fotografierte die Skyline Hongkong Islands bei Nacht. Es war schwierig ohne Objektiv, aber es sprangen tolle Bilder heraus. Danach chillte ich ein letztes Mal bei einer Zigarette am Wasser, prägte mir den Ausblick genau ein und ließ mich ein letztes Mal in meinem Raumwunder ins Bett fallen.

Freitag. Letzter Tag. Klamotten kaufen: Erledigt. Für einfach jeden in der Familie sinnvolle Souvenirs gekauft: Erledigt. Mir selbst doch noch Schuhe gekauft: Erledigt. Mich gebildet und Museen besucht: Erledigt. Chinesisches Essen gegessen und versucht so selten wie möglich zu McDonalds zu gehen: Erledigt. Persönlich zur Hochschule für bildene Kunst gegangen und wegen einem Studium gefragt: Verdammt.

Ich gab meine zwei Rucksäcke bei Frau Kam ab, die sie freundlicherweise in ihr Büro quetschte und machte mich auf den Weg. Auf dem Weg die Treppen hinunter dokumentierte ich noch das Gebäude, in dem ich die letzten 6 Nächte verbrachte und verließ es mit einem mulmigen Gefühl. Der Zug brachte mich nach Hongkong Island. Ich ging zur Honkkong Akademie of Performing Arts. Ich ließ mich in das Büro für werdende Studenten leiten und fragte nach den Vorraussetzungen und Möglichkeiten eines Studiums in der Abteilung Film und Fernsehen. Da ich auf der Internetseite schon in Deutschland gelesen hatte, dass die Schule ihre Internationalität steigern will und immer gerne Leute außerhalb Hongkongs aufnehmen möchte, war ich recht frohen Mutes. Die Dame hinterm Pult nickte auch freundlich, machte mich aber darauf aufmerksam, dass die Bewerbung in Cantonesisch abzugeben ist. Auf meine Frage, wie sie denn ihre internationalen Studenten auf ihre Schule kriegen wollen, konnte sie nur mitleidsvoll die Schultern heben. Schon etwas angepisst verließ ich das Gebäude und machte mich auf den Weg in die Innenstadt. Ich zückte meinen guten alten Stadtplan und suchte mir den Hongkongpark im Westen der Insel aus. Nach einem schier endlosen Weg, entlang der nicht besonders spannenden Hauptstraße erreichte ich eine der grünen Lungen Hongkongs. Anfangs skeptisch, war ich dann doch, nach erreichen des glasklaren und mit Kois und Schildkröten gefüllten Teiches in der Mitte des Parks, zufrieden gestellt. Gleichnebenan war das Teemuseum, welches ich mir ebenfalls ansah. Das ist wirklich einzigartig an Hongkong. Man muss nicht suchen, irgendwann begegnet einem ein Schild, auf dem irgendeine Sehenswürdigkeit, oder eben ein Museum ausgeschildert ist. Man muss nie suchen.

Wieder etwas schlauer verließ ich das Museum und dann den Park. Der Hunger trieb mich auf die Straße. Leider bewegte ich mich im Bankenviertel Hongkongs. Was heißt leider. Meine Kamera lief heiß und mein Genick fing an zu schmerzen. Ich bewegte mich zur Hennessy Street, die Straße, an der sich der Film von gestern hauptsächlich abspielte. Ich suchte verzweifelt zwischen den Massen an Menschen nach irgendetwas Essbarem. Leider war McDoof das Einzige, was ich finden konnte. Ich bestellte mir das BigMäc Menü für zwei Euro und dazu, weil mein unersättliches Gehirn dachte, warum sparen, wenn man für einen Preis, der unter dem eines Menüs in Deutschland liegt, das Menü und dazu noch mehr kriegen kann, Chicken Wings. Ich hasse diese Denkweise an mir. Warum nicht einfach genausoviel Essen wie in einem deutschen McDoof und 3 Euro sparen? Nun warum ich eigentlich überhaupt den Besuch beim Teufel erwähne? Als ich mich setzte, stellte ich fest, dass am Tisch gegenüber die Schauspielerin saß, die die Tante der Hauptfigur verkörperte, saß. Kurios.

Ich fuhr rüber nach Kowloon, um das Wissenschaftsmuseum zu besuchen, dass letztens geschlossen war. Es war gegen 18 Uhr. Mein Flieger würde kurz nach 23 Uhr gehen. Müsste passen. Ich zahlte den ungewöhnlichen Wucherpreis von 3,50 Euro, schaute mir ausgestopfte Tiere in der Spezialausstellung an und arbeitet mich Etage für Etage hinauf durch die permanenten Austellungen. Es ging zumeist um technische, praktisch anwendbare Spielereien, die zusammen mit den ganzen Kindern das Museum in einen Kindergarten verwandelten. Da fühlt man sich schon alt, wenn man, umgeben von Knirpsen allein und mit Vollbart (Ladegerät vom Rasierer war im geklauten Rucksack) durch den Spiegelsaal läuft und über lustige perspektivisch Veränderte Spiegelbilder seiner selbst schmunzeln muss. In der fünften Etage war ich dann fast alleine. Wahrscheinlich kommen kleine Kinder mit optischen Tricks nicht klar oder interessieren sich nicht für Elektrizität. Ich war fasziniert und stand brav vor jedem Bild, um den optischen Trick herauszufinden oder mein Hirn zu täuschen indem ich mit meinem Kopf Kreisbewegungen vor einer aufgemalten Spirale ausführte. Dann erklang ein Gong und eine männliche Stimme teilte mit, dass in ein paar Minuten, die größte Maschine Hongkongs in Betrieb genommen würde. Das war also das Ding, welches sich von der einen Seite des Kellers, 5 Etagen hoch, auf die andere Seite und wieder hinab schlängelte. Es begann. Mehrere (Bowling-) Kugeln wurden auf Knopfdruck nach oben transportiert und dann sich selbst überlassen. Sie rollten dann über immer andere Wege und über klingende Hindernisse auf die eine Seite, dann hinunter und wieder zum Anfang. Faszinierend, wie die Wege der Kugeln sich immer änderten. Ich hätte mir das noch stundenlang anschauen können, nur leider drückte jetzt die Zeit.

Ich machte mich aufgeregt auf den Weg zu Frau Kam. Ich bedankte mich bei ihr, freute mich für sie, dass ihr Accesspoint endlich funktionierte, machte noch Fotos von uns Beiden und verabschiedete mich. Schwer bepackt, mit der Bequemlichkeit eines 5 Dollar Rucksacks, hechelte ich auf die andere Straßen seite und sprang in den nächsten Bus der Linie 21. Nun war eine Stunde entspannen angesagt. Es war schon dunkel. Die Stadt zeigte ihr wunderschönes leuchtendes Gesicht und ich hatte Zeit über die vergangenen Monate nachzudenken. Über die Menschen, die ich kennen lernte, über die, die ich wiedersehen will, über die atemberaubenden Landschaften in Asien und Australien, über meine Zeit mit und ohne Alina.

Auf sechs Flügen legte ich zusammen 34700 Kilometer zurück. Ich bin insgesamt ziemlich genau 3550 Kilometer mit Bus, Bahn und Fähre (Taxi und Tuk Tuk nicht eingerechnet) durch Asien gefahren. Ich habe mich mit meinem Jeep cirka 7100 Kilometer durch Australien geschleppt und etwa 4000 Kilometer in dem Auto eines Freundes verbracht. Ich tankte knapp 1000 Liter Benzin und bezahlte dafür cirka 1250 Australische Dollar. Ich wurde 6 mal von der Polizei angehalten, 4 mal war ich nicht angeschnallt, wollte einen U-Turn machen wo es nicht erlaubt war, musste 2 mal pusten, einen Speicheltest abgeben und 1 mal wurde das Auto grob nach Drogen untersucht. Ich musste nie etwas bezahlen. Ich leistete mir drei Strafzettel wegen Falschparkens, wovon ich einen bezahlte. Ich musste sechs mal in die Werkstatt, was mich insgesamt genau 2595 Dollar kostete. Zudem wurde ich beklaut. Insgesamt verlor ich 550 Dollar Casino, arbeitete einen Tag als Zwiebelpflücker, an dem ich 35 Dollar verdiente und 6 Tage als Orangenpflücker, wo mir das Geld, 200 Dollar, nie überwiesen wurde. Ich wurde von einer Schlange angefallen, war eine halbe Stunde im Krankenhaus und hätte eigentlich einmal zum Zahnarzt gemusst.

In Thailand verbrachte ich mehr als einen Tag Zeit mit sieben Menschen aus 3 verschiedenen Ländern. In Australien waren es sehr viele. Kathrin, Frank, Renaud und Pietro werde ich wiedersehen.

Die Lichter der Hochhäuser hören auf dich anzustarren und blinzeln nur noch müde aus der Ferne herüber. Der Ausgang kommt näher. Ich gebe meine letzten 64 Hongkong Dollar für eine leckere Nudelsuppe mit gebackenem Hühnchen aus, rauche die letzte Zigarette für die nächsten 18 Stunden in einem kleinem Raum im Flughafen , eingepfercht mit zwanzig anderen. Ich steig ins Flugzeug, mein Kopf ist klar wie schon lange nicht mehr. Das Flugzeug startet. Ich sehe die Lichter der Metropole ein letztes Mal bevor der Nebel sie mir wieder weg nimmt. Meine Mundwinkel steigen leicht in die Höhe, denn ich freue mich auf zu Hause, und allem was dazu gehört.

Um Mitternacht startet das Unterhaltungsprogramm des Flugzeuges, ich wähle den Film “A Serious Man” und lehne mich zurück.

Singapur mit Nachgeschmack

Dienstag, 03. November 2009

30. Oktober 2009

CIMG4657 (Small)

Angekommen in der Sicherheitshochburg Singapur. Abgeschottet gelegen auf einer Insel, man könnte dazu auch Alcatraz sagen. Dennoch ohne Probleme erreichten wir das Stadtzentrum und auch wenig später zu Fuss unser Hostel. Auch wieder ganz in Ordnung, wenn auch hier der stetig ansteigende Preis Richtung Süden zur Geltung kam (36 Dollar / 18 Euro fürs DZ die Nacht. Das letzte in Malaysia schlug mit 8 Euro und das letzte in Thailand mit knapp 4 Euro zu Buche). Wir machten uns abends gleich auf Entdeckungstour, immer wachsam uns richtig zu benehmen. Immer korrekt über die Ampel und nicht etwa einfach so über die Straße gehen, rauchen nur auf dem Bürgersteig an der Straße (immerhin!), keine Kaugummis und auf gar keinen Fall Müll fallen lassen. Nervig, aber die Folgen dieser Verbote sah man der Stadt auch wirklich an. Absolut Müllfrei, nichts, naja, 2 Zigarettenstummel hab ich gesehen (diese Schweine!), aber ansonsten selbst in der kleinsten Gasse kein Funken Müll. Erstaunlich. Von den Gerüchten getrieben, dass die Technik in Singapur billig ist, bin ich gleich mal in eines dieser Technikkaufhäuser (ähnlich dem in Kuala Lumpur) gegangen und wurde enttäuscht. Nirgendwo stehen Preise dran, und wenn, dann sind die nicht geringer als bei uns. Sowieso machten diese Kaufhäuser ein absolut zwielichtigen Eindruck. Viel ging danach bei uns nicht mehr. Alina war zudem ziemlich erkältet. So gingen wir diesmal frühzeitig ins Bett. Am nächsten Tag erkundeten wir, nach einem fulminanten Frühstück (nicht!) die weiteren Stadtteile. Gingen am Fluss entlang. Ich ließ mich von der enorm hohen Bauweise beeindrucken, Alina mehr von irgendwas anderem. Danach folgten Burger King (halb so teuer wie bei uns) ein Besuch im Museum für Geschichte und Fotoshootings vor der beeindruckenden Skyline bei Nacht. Am nächsten Tag hatten wir noch Zeit bis zum Nachmittag, so das ich mir noch eine kleine Festplatte, die wirklich saubillig war, kaufen konnte. Danach gabs noch indisches Essen in Little India. War ja ganz in Ordnung, nur hab ich mir an einem der vielen Knochenstücke im Reis, ein ziemlich großes Stück eines meiner Backenzähne abgebrochen. Kein gutes Gefühl mit nem halben Zahn durch die Welt zu reisen. Irgendwie zieh ich zurzeit das Pech am letzten Tag magisch an. Etwas angepisst ging es dann zurück ins Hostel indem wir noch etwas chillten, bis es dann zum Flughafen ging.

Australien, wir kommen!

Fotos folgen!

Kuala Lumpur

Dienstag, 03. November 2009

26. Oktober 2009

DSC05703 (Medium)

Moin!

Unser Weg führte uns nun Richtung Süden. Mit dem Bus gelangten wir nach Hat Yai im instabilen Süden Thailands. Eine Stadt, etwas gebeutelt durch einen ewig andauernden Streit zwischen der Regierung und der mehrheitlich Muslimischen Bevölkerung dort im Süden.Dementsprechend haben wir dann auch die Leichtigkeit und Freundlichkeit der restlichen Bevölkerung vermisst. Hostel war dennoch super und wir haben Bustickets echt billig bekommen.
Am nächsten Morgen ging es dann los. Goodbye Thailand, es war so schön! Auf in ein neues, unbekanntes Land. Im (super bequemen) Bus gings dann 9 Stunden lang hinein nach Malaysia. Es war schon dunkel als wir die Pforte nach Kuala Lumpur durchschritten. Umso beeindruckender wirkten dann aber die mächtigen, 450 Meter hohen, voll beleuchteten Petronas Twin Towers am Horizont. Und überhaupt. Ich fand es, nach der vielen Natur in den letzten 2 Wochen, richtig scharf, mich mal wieder durch den muffigen Großstadtdschungel zu kämpfen. Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt haben, begaben wir uns zu den Twin Towers. Wirklich ganz schön groß sag ich euch. Das größte Gebäude dass ich je gesehen hab. Was Wolkebkratzer angeht hat die verhältnismäßig kleine Stadt, einiges zu bieten. Sie hat auch einen Fernsehturm, wie unser geliebtes Berlin, nur ist die Aussichtsplattform auf 400 Meter Höhe. Direkt am nächsten Morgen bestiegen wir kostenlos die Brücke zwischen den Twin Towers auf 170 Meter Höhe.

DSC05726 (Medium)

Wirklich schöne Aussicht, hätte aber noch etwas höher sein können. Danach begaben wir uns zu Fuß in ein echtes Malay-Viertel, in das sich normalerweise kein Touri verirrt. Dort gabs dann leckeres einheimisches Essen für’n Euro und viele Blicke der Leute dort. Pünktlich wie jeden Tag begann 2 Uhr nachmittags der Monsun zu wüten. Vergeblich versuchten wir uns ein Taxi ranzuholen, was dazu führte, dass 2 Männer uns anboten uns in ihrem Auto mitzunehmen. Das war echt nett und wir erfuhren zudem sehr viel über sie und die Stadt. Zugegeben, man hat bei sowas in Asien immer ein leicht flaues Gefühl im Magen, weil man nie weiß ob man für soetwas am Ende was bezahlen muss oder nicht. Wir spinnten uns sogar aus, dass sie uns irgendwo hinfahren um unsere Organe zu verkaufen, da die Fahrt so seltsam lange dauerte. Natürlich war das ein blödes Vorurteil und ich denke, die beiden waren einfach nur total nett und hilfsbereit;) Sie empfahlen uns, in einem berüchtigten Shoppingviertel auszusteigen. Das taten wir dann auch und ich kam in den Genuss das abgefahrenste Elektronikkaufhaus meines Lebens zu betreten. 6-stöckig, überall Laptops, Kameras und Handys. Die echte Elektronik war leider genauso teuer wie in Deutschland, dafür lagen neben den Originalen gleichnoch, als Trost für den recht gering verdienenden Einheimischen, die passenden Fälschungen. Auch wer die SIM-Lock in seinem I-Phone entfernt haben möchte, wurde prompt bedient. Aus jeder Ecke rief jemand Mister, Mister! Und sobald du Interesse gezeigt hast und dich einem Artikel genähert hast stand dann jemand gefährlich nah neben dir. Den wurdest du dann immer erst los, wenn du den Ladenbereich verlassen hast. Am meisten feiern musste ich über die Werbung für ein Antivirus-Programm, die überall aushing, in der mein Held Jacky Chan die Werbefigur mimte. Jacky Chan und Antivirussoftware? Abgefahren. Alina nutzte die Zeit im Übrigen für eine Fußmassage.

DSC05775 (Medium)

Am nächsten Tag dann, liefen wir schier endlos umher, besichtigten ein paar Sehenswürdigkeiten und verliefen uns ganz böse. Wir liefen und liefen und endeten auf der Stadtautobahn, auf der wir dann weiterliefen. Man muss dazu sagen, dass die Stadt sehr kompakt ist, und man im Grunde alles easy zu Fuß erreichen kann. Kein Vergleich zu Berlin. Letztendlich nahmen wir uns ein Taxi und ließen uns in einen freundlicheren Stadtteil als die Autobahn bringen. Abends sind wir dann noch durch die Einkaufsstraßen von Chinatown geschlendert, auf denen es außer DVD-Raubkopien, Sonnenbrillen-Fälschungen, unechten Taschen und Schuhen nicht soviel gibt. Zurück in unserem Hostel haben wir dann noch mit einem Waliser auf der Dachterrasse abgehangen, der nunmehr seit 4 Jahren durch die Welt reist, nachdem er sein Haus verkauft und seinen Job gekündigt hatte. Am nächsten Morgen ging es dann weiter mit dem Bus (in dem ich grade den Beitrag schreibe) Richtung Singapur.

DSC05852 (Medium)

Zusammenfassend kann ich sagen, günstige Stadt mit vielen riesigen Gebäuden und interessanten, multinationalen Einwohnern, aber ich denke 3 Tage reichen vollkommen aus. Jetzt bin ich erstmal gespannt auf Singapur, wo du für jeden Scheiß Strafe bezahlen oder in den Knast musst. Hier ist die Todesstrafe auchnoch voll im Trend. Da muss ich mich echt zusammenreißen bei Verboten wie, Rauchen in der Öffentlichkeit oder das Kauen eines Kaugummis. Da vermisst man doch so ein ganz bisschen die gute Berliner Anarchie;)
Bis zum nächsten Mal!

Hier die Fotos…

Schlangenbiss im Paradies

Mittwoch, 28. Oktober 2009

20. Oktober 2009

DSC05417 (Medium)

Angekommen auf Phuket, der Tourihochburg Thailands. Alles begann in Phuket-City, dass so gar nicht Tourimäßig ist. Fanden wir super und erfreuten uns der guten Preise, des grandiosen Nachtmarktes, auf dem wir uns den Magen an den zahlreichen Essenständen (Motorräder mit Beiwagen) vollschlugen, und der Übernachtung im berühmten On-On-Hotel, in dem schon Leo DiCaprio im Beginn von “The Beach” genächtigt hatte. Kein Foto oder Sonstiges weist auf die Berühmtheit hin, nur der Lonley Planet. Es ist auch wirklich genauso schäbig wie im Film, aber irgendwie mit Stil. Abends wurden wir Zeuge einer seltsamen Zeremonie. Das “Vegetarier-Festival”. Ein Straßenfest bei dem es um Götter, Dämonen und Vegetarier geht. Tausende Menschen, komplett in weiß gekleidet stehen rum, laufen unter lautem Feuerwerk-Getöse die Straßen entlang und der ein oder andere fängt dabei an zu zittern, schreien und in Trance zu verfallen. Strange.

Am nächsten Tag wollten wir am Strand chillen. Fuhren nach Patong und stellten fest, dass es auch in Thailand den Ballermann gibt. Nur 10 Minuten entfernt lag ein viel schönerer Strand, auf dem kaum eine Menschenseele war. Dort ließen wir uns braten. Am nächsten Tag verließen wir Phuket und fuhren wir mit der Fähre auf die Insel Ko Ph-Phi.

DSC05504 (Medium)

Eine kleine Insel ohne Straßen und Autos. Weite Wege legt man dort mit dem Longtailboot zurück, ansonsten kämpft man sich den Weg frei bis zum Resort. Ein Münchner in Chiang Mai gab mir den Tip für ein spezielles und günstiges Resort, versteckt auf der Insel. Mit dem Ziel ließen wir uns zu einem Strand fahren und genossen erstmal die grandiose Aussicht. Weißer Sand, blaues Wasser und eine schöne kleine Insel in kurzer Entfernung zu unserer. Moment mal. Diese einprägsame Form dieser Insel erinnerte mich an,…, genau, die Insel aus “The Beach”. Unglaublich, nun saßen wir nicht weit entfernt von dem Paradies, das man im Film nur mit einer geheimen Karte finden konnte. Beschwippst von dieser Vorstellung bahnten wir uns den Weg zu unserem, auch ein bisschen geheimen, Resort. Und was für eins. Etwas abgelegen (Man muss einen kleinen Berg besteigen und dann wieder hinunter an einen kleinen Strand klettern), mit liebevoll eingerichteten Bungalows und netten Angestellten. Einfach nur das Paradies. Kann man nicht anders sagen. Muss man gesehen haben.

Abends gings dann durch über Stock und Stein in die einzige Stadt auf der Insel. Dort trafen wir unsere Freundin, die Alina mit nach Ko-Phangan brachte. Zusammen besuchten wir eine Ladyboy-Show (Ladyboys nennt man in Thailand Männer, die aber eigentlich Frauen sein wollen – sehen manchmal gefährlich  echt wie hübsche Frauen aus;)) Die haben dann auf der Bühne Karaoke gesungen und Tänze aufgeführt. Nach drei Eimern Alkohol mit irgendwas gings dann ins Bettchen.

Am nächsten Tag gings dann ans Schnorcheln und tatsächlich auf “The Beach”! Wir mieteten uns zu dritt ein Longtailboot samt Fahrer, der uns zu den besten Schnorchelstellen brachte. Da haben wir dann mit allerlei bunten Fischen und ein paar kleinen Haien im Wasser herumgetollt. Nett. An einer Stelle an der Insel haben wir angelegt und konnten jede Menge Affen sehen und lustige Fotos schießen. Aber für mich war das Highlight der Aufenthalt auf dem wahren Strand aus dem Film “The Beach”. Er ist wirklich so wunderschön wie im Film. Leider ist er auch der Touri-Anziehungspunkt hier. Allerdings erfährt man erst auf der großen Insel mit den Resorts, dass die kleine Insel nebenan DIESE Insel ist.

DSC05554 (Medium)

Die nächsten 2 Tage haben wir mit shoppen, gammeln am Strand, essen und Kajak fahren verbracht. Als wir uns am letzten Abend, gegen Mitternacht, den Weg aus der Stadt in unser Resort bahnten und wie immer im Dunkeln durch das sicher scheinende Unterholz am Rand der Insel liefen, hatte ich plötzlich das Gefühl, als ob mich jemand mit einer großen, schleimigen Hand am Fuß packt. Ich dachte nicht viel drüber nach und schüttelte mein Bein aus Reflex, als Alina plötzlich losschrie. SCHLANGE!!! AHHH! Da bekam ich dann doch sowas wie Panik kurz vorm Herzstillstand und rannte ein paar Meter vor, schaute dann zurück und sah noch wie sich eine Schlange (Größe kann ich nicht mehr sagen, irgendwas unter einem Meter), hektisch vom Weg in den Busch schlängelte. Da wurde mir dann doch anders. Scheiße, dachte ich: “Gibts hier auf der Insel giftige Schlangen?” Völlig aufgelöst begutachteten wir zusammen meinen Fuß. Da ich keinerlei Schmerzen hatte, machte ich mir keinen Kopf. Zufälligerweise hatte ich 2 rote Punkte genau nebeneinander. Okay lass mal die Leute im Resort fragen gehen. Dort angekommen, zeigte ich einer Person die Stelle am Fuß mit der Frage, ob es überhaupt giftige Schlangen auf Ko Phi-Phi gibt. In unverständlichem Thai hastete die Person los und kam mit jemand anderem wieder. Auch der war verstörend hektisch. Innerhalb von Sekunden standen ca. 8 Einheimische um mich herum. Ich hatte die Hosen voll. Während der eine das Gift aus dem Biss saugte, sagte der andere, dass es sehr wohl giftige Schlangen gäbe, gefährlich giftige. Normalerweise aber nur im Inselinneren. Da ich keinerlei Schmerzen oder sonstige Erscheinungen hatte, kam mir das doch trotzdem alles komisch vor. Sie haben dann nur gesagt, auch wenn es nichts ist (es gibt auch ungiftige), müssen wir dich ins Krankenhaus zur Untersuchung bringen. Cool, dachte ich, und das am letzten Abend. Also schwangen wir uns zu sechst auf eines der Longtailboote und versuchten loszufahren. Da der Steuermann aber irgendwie nicht fahren konnte, und beim losfahren ins Wasser fiel, verzögerte sich meine Rettung. Scheiße, wenn ich jetzt doch von einer ultragiftigen und fiesen Schlange gebissen wurde, dann holt doch bitte jemanden, der das Boot auch steuern kann! Dieser jemand kam dann auch und ab gings mit Karacho! Unterwegs auf die andere Seite der Insel, wurde ich dann immerwieder gefragt, ob ich müde sei oder Schmerzen habe. Nö, nichts. Im Krankenhaus wurde mir dann Blut abgenommen und glücklicherweise mitgeteilt, dass ich kein Gift in mir habe. Entweder ist ihr Biss nicht kräftig genug gewesen, oder die doofe Schlange war nicht giftig. Erleichtert gings dann wieder zurück zum Resort, wo eine besorgte Alina in sorgsamer thailändischer Gesellschaft auf mich wartete.

Die Behandlung im Krankenhaus kostete mich 400 Baht – 8 Euro.

Mit viel Erlebtem und bis auf diese unwichtige Kleinigkeit ging es dann am nächsten Morgen Richtung Festland. Der nächste Artikel dreht sich dann um Malaysia.

Bis dann!!! Euer Schlangenbezwinger;)

Fotos von Phuket…

Fotos von Ko Phi-Phi…

Auf in den Dschungel!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

16. Oktober 2009

CIMG4456 (Medium)

So, nun sitze ich in der Fähre und hab etwas Zeit zwei weitere Stationen nachzuholen. Anfangen tue ich mit dem Trip in den Dschungel. Dieser befindet sich im Kao Sok Nationalpark im südlichen Thailand. Nachdem Alina und ich unsere Freunde auf Ko-Phangan verabschieden mussten, machten wir uns mit der Fähre von der Insel. Da wir zu spät auf dem Festland ankamen, waren wir gewissermaßen dazu verpflichtet, die Kasse des einzigen Hotels im Ort aufzubessern. Am nächsten morgen schafften wir es irgendwie in dem ganzen Bus- und Zug-Wirrwarr den richtigen Bus zu finden und 2 Stunden später standen wir an der Pforte zum Kao Sok Nationalpark. Kein blaues Wasser mehr, kein entspannen in der Hängematte am Strand, dafür dichter, saftig grüner Urwald. Dank der Mehrzweckwaffe Lonely Planet haben wir auch eine wunderschöne Unterkunft zwischen Kreidefelsen und Fluss gefunden. Krass war, dass man trotz Dschungel und dem Gefühl mitten im Nirgendwo zu sein, freies W-LAN hatte. (Zeit genug um meinen Blog zu schrotten;)) Wir entschieden uns für eine Tour zum großen See im Park am nächsten Tag. Gute Entscheidung dachten wir uns, als wir im Longtail-Boot über den klaren, riesig großen See bretterten. Eine gute Stunde später kamen wir dann zu Einer Ansammlung von Hütten, die mitten auf dem See standen. Von dort aus erkundeten wir den See mit dem Kajak. Später gings mit der Gruppe weiter zur anderen Seite des Sees, wo wir kurz durch den Dschungel liefen (dort hab ich nun endlich meinen ersten freilebenden Affen gesehen!), und dann in einer Höhle ankamen. Alina bekam eine Autobatterie umgeschnallt und eine, damit verbundene, Neonröhre in die Hand und musste für Beleuchtung sorgen. Ansonsten wars langweilig, bis auf die abartige Elephant-Spider, die sichs in der Höhle gemütlich gemacht hatte. Auf der Rückfahrt hatten wir nochmal Zeit mit dem Kajak rumzuschlendern und dann gings zurück. Die restlichen Tage im Dschungel verbrachten wir mit der erfolglosen Suche nach wilden Tieren und mit Roller fahren durch das “echte” Thailand, indem wir gefragt wurden, was wir hier machen? Wir farangs (Ausländer) sind doch nur da hinten in den Resorts. War aber wie immer nicht böse gemeint. Ein Mädchen hat uns dann noch bis zur nächsten Tankstelle gebracht, weil wir einfach mal keine Ahnung hatten, wo wir verdammt nochmal eine Tankstelle hernehmen sollten und der Tank schon vom Rost gezerrt hatte. Die Tankstelle war übrigens ziemlich stylish. Eine nette alte Dame hatte mehrere größere Glasflaschen mit violetter Flüssigkeit darin, die sie ab und zu in die Klapperkisten ihrer Dorfbewohner kippte.
DSC05123 (Medium)
Eine witzige Situation offenbarte sich, als wir dringend Luft für unseren Reifen brauchten und zufällig auf eine Polizeistation trafen. Der Polizist war so froh was zu tun zu haben und uns helfen zu können, dass er kurz entschlossen seine fette Karre hinter dem Haus hervorzauberte. Eine 500er Susi mit gefühltem Baujahr 1960. Voller Stolz wankte er, kaum die Füße auf den Boden bekommend, zu uns hinüber, winkte, um uns zu verstehen zu geben: “Los Männer, folgt mir!” Lächelnd setzte er an, dem Kickstarter ordentlich eins überzubraten. Der Motor sprang an, wie jemand wieder anfängt zu atmen, der gerade 2 Minuten die Luft angehalten hat. Der Auspuff knallte und der Gashebel wurde gequält. Yeahh! Abgesoffen. Noch ein Versuch! Der kleine Mann bemühte sich den Rostesel am Leben zu halten, doch es schien keine Hoffnung mehr zu geben. Mit der Vorstellung belustigt, dass der nette und dennoch so absolut harmlose Polizist mit seiner Karre, die einfach keinen Bock mehr zu haben scheinte, unser Retter in wirklicher Not sein sollte, erheiterte unsere Gemüter so sehr, dass wir aufpassen mussten, nicht laut loszufeiern. 12-16 Versuche, das Gerät in Gang zu bekommen später gelang es unserem Helfer endlich und wir brachen auf, indem wir (Polizist! vorraus) ohne zu blinken mit Vollgas über die durchgezogene Linie der Gegenfahrbahn und natürlich ohne Helm, losballerten. Alles andere hat dann super funktioniert. Wie gesagt ein wirklich hilfsbereites Volk.
DSC05101 (Medium)
Nach ein paar schönen Tagen im Thailändischen Outback brachen wir wieder auf um das Geheimnis von “The Beach” zu lüften. Dazu später mehr. Viel Spaß mit den Fotos!

Zu den Fotos…

Die ersten Wochen…

Samstag, 24. Oktober 2009

Hey!

Hier die Zusammenfassung für die ersten Wochen in Thailand.

Abschied

SSL10144 (Medium)

Erstmal der Abschied von euch. Ich hab mich wirklich gefreut von (fast) allen noch richtig Abschied nehmen zu können. Die Zigarre ist übrigens noch zur Hälfte vorhanden. Die wird dann bei der Begrüßungsparty zuende geraucht;)

Hier die Fotos dazu…

Freaky Bangkok – 05. Oktober 2009

DSC04788 (Medium)

Angekommen in der Megacity Bangkok! 30 Grad, 250 Prozent Luftfeuchtigkeit, Millionen von Menschen, Verkehrschaos, zusammenfassend ein wunderbar freakiges Erlebnis. Anfangs ging ich noch mit Alina durch die Straßen, später haben wir uns getrennt und sind auf eigene Faust losgezogen. Komisch so ganz alleine in solch einer Stadt, 10000 km weg vom doch recht zivilisierten Berlin. Glücklicherweise hab ich einen Tag später 3 nette Briten kennen gelernt. Zusammen wollten wir abends, nachdem die Bars geschlossen hatten (schließen alle um 1Uhr!),   in einen Club. Der Club in dem wir landeten stellte sich als überdiemensionaler Puff heraus. Überall viel zu gut aussehende Thaimädels. Seltsamerweise viel mehr als Männer. Wir 4 hatten trotzdem unseren Spaß und beschlossen den nächsten Tag zusammen nach Chiang Mai zu fahren. 700 km nordwärts. Aber dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Hier die Fotos von Bangkok…

Von Bangkok nach Chiang Mai – 08. Oktober 2009

DSC04924 (Medium)

Da wir 4 uns knapp verpasst hatten bin ich auf eigene Faust per Nachtzug abends von Bangkok nach Chiang Mai gestartet. 18 Uhr Fast und Furios per Tuk-Tuk zum Hauptbahnhof von Bangkok gerast. Am Schalter für 15 Euro ein Ticket gekauft und damit die Weichen für meine definitiv coolste Zugfahrt gestellt. Ich wurde neben einen Mitstreiter aus Frankreich gesetzt, der ein Import-Export Geschäft in Thailand plant. Wir hatten auf jeden Fall ne gute Zeit. Das geilste war aber, das man die Einstiegstüren der Wagons bei voller Fahrt öffnen konnte, und sich auf die Stufen vom Einstieg setzen konnte. Das taten wir auch! Rauchend und Bier trinkend haben wir uns von der Zugluft erfrischen lassen. Als ich am Morgen mit krassem Kater (muss das Chang-Bier gewesen sein – man nennt es auch das Changover ;)), früher als alle anderen erwacht bin, kam ich in den Genuss den Dschungel im Morgentau zu bewundern. Einfach grandios! Seht euch die Bilder an.

Angekommen in Chiang Mai, hab ich die 3 Briten getroffen. Zusammen hatten wir eine gute Zeit in der Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern. Wesentlich entspannter als Bangkok, aber nicht sonderlich weniger augregend. Wir unternahmen eine Trekking-Tour am nächsten Tag, bei der mir 2 Riesenmonster – Spinnen entgegengekommen sind. Habs in meiner Todesangst leider nicht geschafft ein ordentliches Foto zu schießen;) 2 Tage später trennten sich unsere Wege. Die Briten flogen weiter nach Krabi und ich bin abermals mit dem Zug gefahren, diesmal zurück nach Bangkok, um dann weiterzufahren nach Ko Phangan, zur berüchtigten Moon-Party! Mehr im nächsten Abschnitt.

Hier die Fotos…

Ko Phangan – Party und Inselleben – 12. Oktober 2009

CIMG4303 (Medium)

Wiederum Nachtzug von Bangkok nach Ko Phangan. War wieder sehr nett! Wurde neben eine ältere Einheimische gesetzt. Langweilig, hab ich gedacht. Nix da. Sie hat mich direkt in ein Gespräch verwickelt. (können fast alle Englisch!) Haben uns gegenseitig versucht Redewendungen in unserer Muttersprache beizubringen. War echt interessant. Dann war aber schnell Bettruhe angesagt. Das hab ich genutzt mir den Weg ins Zugrestaurant zu bahnen. Vorbei an der 3. Klasse, in der die Leute mit einem Ventilator und einem normalen Sitz auskommen müssen, aber die auf jeden Fall auch total Interessant sein muss, zwischen so vielen Einheimischen, die irgendwie alle total offen und interressiert wirken. Im Restaurant angekommen hab ich mich neben einen älteren Mann gesetzt, was gegessen und getrunken. Auch wir beide kamen ins Gespräch. Auch diesmal war es wieder eine Erfahrung. Er hat mir von seinem Studium in England erzählt, von Deutschland, das er damals besucht hatte, und davon, das er der Chef der größten Asphaltierungsfirma in Südthailand ist. Musste ich aber aus ihm herauskitzeln. Angeben gibts nicht in Thailand;)

In Ko Phangan angekommen, hab ich mich mit Alina wiedergetroffen, im Schlepptau 2 Briten und ein Australier. Sehr nette Leute! Zusammen sind wir am ersten Abend zur Halfmoon-Party im Dschungel gegangen. Abgefahren sag ich euch! Überall kannst du jede erdenkliche Droge kaufen (nix für uns Alkoholiker ;)) Am Anfang kannst du dich für 2 Euro mit leuchtender Farbe “tätoowieren” lassen, dann gehts weiter in den Dschungel bis zur Partyarea. Massig Leute, viel billiger Alkohol, Feuerschwinger, psychedelischer Techno und viel Spaß!! Die Folgenden Tage haben wir mit Chillen verbracht und haben die Insel mit dem Motoroller erkundet. So geile Straßen, bergauf, bergab und am Horizont immer das Meer. Nach 4 Tagen gings dann zurück aufs Festland.

Hier die Fotos von der Insel…