September 14, 2014

Tag 2 – Der längste Tag

life, Sascha Post by

Zermürbt wache ich auf. Die Anschnallzeichen geben laut. Mein Hals ist trocken von der Flugzeugluft. Ich glaube ich hab Mundgeruch. Wir haben es mittlerweile Dienstag. Es ist 05:15 Uhr am frühen Morgen, als wir aufsetzen. Beim Aussteigen erwarte ich heftige Hitze, aber noch schützen mich Klimaanlagen und geschlossene Gangways. Endlose Gänge mit Rollwegen führen mich zu einem Bereich mit Shops und Restaurants. In einer großen Halle werden teure Sportwagen verlost. Typisch, denke ich und mache ein paar Fotos.

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Ich habe Hunger. Drei Stunden bleiben mir bis zum Anschlussflug. Die Menschen hier scheinen von überall herzukommen. Das beruhigt mich. Noch bin ich einer von vielen. Ich freue mich darüber, dass die Toiletten die selben sind wie bei uns und ich verstehe die Anzeigetafeln nicht. Eine hilfbereite Dame bringt Klarheit. Der Raucherraum ist voll, neblig, stinkend. Bemitleidenswerte Filipinos mit Mundschutz säubern ständig die Aschenbecher. Drei durchgestylte Japaner rauchen lachend eine nach der anderen. Ein wohlgenährter Araber im weißen Gewand steht mitten im Raum, grinsend, rauchend. Neben mir ein weißer Typ, der sich hier anscheinend richtig wohlfühlt. Ich werfe Rucksack und meine kleine Umhängetasche ab. Zügig vernasche ich die Zigarette und mache mich schleunigst wieder auf und davon. Im nächsten Shop kaufe ich zwei Stangen rote Gaulloise für 13 Euro. Dann gehe ich etwas essen. Sandwich, einen Teller Obstsalat und einen Kaffee. Die Leute in der Schlange sind ganz schön aufdringlich. Ich suche mir einen Platz und esse sozusagen Frühstück.

Eine noch rauchen, dann zu Gate D23. Den Weg unterschätzt, schleppe ich mich über diese endlosen Rollwege. Meine Schultern schmerzen von meinem völlig überladenen Rucksack. Endlich bin ich da. Jetzt heißt es nur abwarten. Eine knappe Stunde noch, dann geht’s nach Saudi! Der Raucherraum hier ist fast komplett leer. Ich ziehe eine durch. Hinter mir hustet sich ein älterer Mann die Seele aus dem Leib. Kurz denke ich daran das Rauchen aufzugeben. Dann denke ich an Saudi Arabien und bin wiederum dankbar, dass ich Raucher bin. Das einzige was mir an ungezogenen Dingen bleiben wird.

Ich schreibe Lisa und freue mich darüber, dass es hier W-Lan gibt. Eine letzte Nachricht vor dem Abflug. Es ist 07:27 Uhr. Sie ist gerade aufgewacht. Ich schicke zwei Bilder vom Flughafen. Dann verabschiede ich mich bis zum Abend. Es geht los. Die Türen nach draußen öffnen sich und ich bekomme die volle, schwüle Härte der Morgenhitze zu spüren.

Gerade mal knapp 300 Kilometer legt die Maschine auf halber Höhe und mit angezogener Handbremse zurück. Ich steige aus. Da ist sie wieder. Diese Klarheit. Jetzt wird es kompliziert, denke ich. Den anderen folgend erreiche die Passkontrolle. Ein Saudi weist mich an, mich in die letzte der zahlreichen Menschenschlangen einzureihen. Diese ist für alle, die zum ersten Mal einreisen oder ein neues Visum haben. Fünf nervöse Filipinos warten vor mir. Auch sie kommen her um zu arbeiten. Nach endlosen 45 Minuten bin ich an der Reihe. Ich bin nervös. Nicht sicher ob ich den Einreisezettel richtig ausgefüllt habe. Ich packe meine Finger auf den Scanner. Ein kurzes „Relax.“ vom Kontrolleur entspannt mich dann etwas und ich bekomme meinen Pass wieder.

Mein Koffer liegt erfreulicherweise auf dem Rollband. Dann nochmal ein Röntgengerät, auf dessen Band man sein komplettes Hab und Gut legen muss. Endlich den Kontrollbereich verlassen halte ich Ausschau nach meinem Namen auf einem Blatt Papier. Da steht er, gehalten von einem lächelnden, ergrauten und hochgewachsenen Inder. Ich folge ihm erleichtert und durch den Wind, nicht mehr sicher ob es wirklich mein Name war, der auf dem Blatt stand.

Wir steigen in einen, von extremer Sonneneinstrahlung, gezeichneten Toyota Corolla. Das Auto, dass ich bekommen soll schrumpft in meinen Gedanken von Geländewagen nach Kleinwagen. Ich bin ein wenig enttäuscht. Wir verlassen das Parkhaus. Die Klimaanlage gibt alles und bringt es auf unerträglich kühl pustende 16 Grad Celsius. Bevor ich die Beifahrertür geschlossen habe waren es noch 24 Grad mehr.

Der Weg in die Stadt führt einen breiten Highway entlang. Ich erinnere mich an meine erste Reise hierher im Winter letzten Jahres. Links und rechts vom Highway nur Sand, Müll und ab und an ein Autowrack. Ein paar Beduinenzelte sind zu sehen. Staubige Autos wechseln vor uns wild die Spuren ohne zu blinken. Ein paar ziehen mit 200 km/h an uns vorbei. Erlaubt sind hier 120 km/h. Darüber hinaus fangen die Autos hier generell an schrill zu piepen.

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Hamim ist der Name des Mannes, der mich fährt. Er arbeitet hauptsächlich als Fahrer bei Al Nijoom, der Firma, die mich angestellt hat. Vor 34 (!) Jahren kam er wegen des Geldes nach Saudi Arabien. Seine Familie ist noch immer in der Heimat. Ein paar Mal im Jahr fliegt er zurück und besucht sie.

Langsam baut sich die Stadt vor uns auf. Ein paar Hochhäuser, meistens Hotels, ragen in den immer-blauen Himmel. Keine Grünflächen, dafür vermüllte Sandflächen. Kaum Bäume, keine Gehwege und auch keine Menschen. Hier bewegt sich jeder mit dem Auto, meist mit einem riesigen amerikanischen SUV, oder einem japanischem Geländewagen. Die Häuser sehen alle gleich aus. Ocker gestrichen, passend zum Wüstensand, Orientierung unmöglich. Viele Autohäuser, Ikea, arabische Restaurants und amerikanische Fast-Food Ketten.

Alles sieht irgendwie zerklüftet aus. Nichts ist miteinander verbunden. Viele große Gebäude stehen einzeln im Sand, nur mit dem Auto sind sie zu erreichen. Ich fühle das Abenteuer, ein Lächeln kommt mir über die Lippen. Doch es hält nur kurz an. Mein Kopf fängt wieder an rational zu denken. Ich frage mich ob das alles eine gute Idee war. Wie soll man hier leben? Die Welt hier ist einfach das genaue Gegenteil meiner Heimat. Ich weiß nun nicht mehr genau, ob ich dafür bereit bin.

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Wir biegen in eine kleinere Straße ab. Gleich sind wir da. Ich bin aufgeregt. Wenigstens lenkt mich das von meinen verunsichernden Gedanken ab. Wir erreichen ein größeres, mehrstöckiges Haus mit wenigen kleinen Fenstern, das mehr an ein Wohn-, denn an ein Bürogebäude erinnert. Mit dem kleinen und langsamen Fahrstuhl geht es in die dritte Etage. Eine Glastür mit blauem Firmennamen und Nummernschloss weist auf meinen Arbeitgeber hin. Zehn Monate sind vergangen seit meinem Gespräch mit James Farrant im Toyota Landcruiser auf dem Weg zu den Stardunes in der Mitte Saudi Arabiens. Jetzt stehe ich endlich im Foyer von Al Nijoom Media Production.

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Was mir als erstes auffällt ist, dass es hier keine Fenster gibt. Alles wirkt sehr dunkel, trotz greller Beleuchtung. Links in der Ecke des Foyers steht eine schwarze Ledercouch mit 2 passenden Sesseln. Davor ein Glastisch. Rechts an der Wand ein LCD-Fernseher, auf dem stumm das Fernsehprogramm läuft. Vor mir ein Empfangstresen, dahinter ein lächelnder Mann aus Bangladesch. Ich gebe ihm die Hand und begrüße ihn freundlich. Links und rechts gehen Flure ab. Aus dem rechten kommt ein breit grinsender junger, gedrungener Mann heraus. Er stellt sich mir vor als Mahesh. Der Mahesh, mit dem ich schon mehrfach Mailkontakt hatte. Ich freue mich, so etwas wie einen Bekannten zu treffen. Mahesh ist 23 Jahre alt und ist vor 2 Jahren nach Saudi gekommen um, natürlich, Geld zu verdienen. In Indien hat er kein Geld verdient, hat zu viel mit seinen Freunden gefeiert. Hier, sagt er, geht das nicht. Er verdient dreimal so viel wie bei sich zuhause und hat gar keine Gelegenheiten Geld zu verschwenden. Einen Plan, nach Indien zurückzukehren, hat er nicht.

Er sagt ich solle ihm folgen. Wir gehen den rechten Flur entlang. Auf der rechten Seite kleine Büros, ebenfalls ohne Fenster. Im ersten sitzt ein älterer, schlanker Mann mit Brille im Schlafanzug. Jedenfalls macht es auf mich den Eindruck. Im nächsten Raum sitzt eine junge Frau ganz ohne Kopfbedeckung. Im letzten Büro sitzt dann ein kleiner, älterer Mann. Augenscheinlich ebenfalls aus Indien stammend. Joseph, der Chef von Al Nijoom. Er ist kleiner als ich ihn mir vorgestellt habe, geht er mir doch gerade mal bis zur Schulter. Joseph hat große Augen mit hängenden Liedern und einen voluminösen Bauch, was ihn sehr entspannt wirken lässt. Gekleidet ist er sehr ordentlich. Weißes, aufgeknöpftes Hemd, Anzughose und Lackschuhe. Wir begrüßen uns und reden über meine Reise und was die nächsten Tage auf mich zukommen wird.

Dann gibt er mir eine Führung durch seine Räumlichkeiten. Wir gehen zurück ins Foyer und gegenüber in den anderen Flur. Vor mir ein großer grauer Raum mit vielen unbesetzten Schreibtischen. Links im nächsten Flur zeigt mir Joseph voller Stolz seinen Serverraum, bestückt mit verschiedenen Videorekordern, Apple Rechnern und etlichen Festplatten. Ein Monitor zeigt die Bilder von rund 9 Überwachungskameras. Zwei gut ausgestattete Schnittplätze folgen und am Ende des Ganges ein weiterer Arbeitsplatz für einen Grafiker. Junge Leute sitzen eifrig schaffend an den Plätzen und begrüßen mich herzlich. Zurück im Flur fragt Joseph mich, ob ich einen Kaffee wolle, ruft laut einen seiner beiden Angestellten aus Bangladesch heran und befiehlt ohne ihn eines Blickes zu würdigen: „Bring him coffee!“ Die Miene des Mannes versteinert, sein Blick geht reuig nach unten. Mir ist das etwas unangenehm. Ich bekomme einen sehr süßen Kaffee mit Milch in einer bunten, zu keinem Sortiment gehörenden und auf einem unpassenden Unterteller stehenden Tasse. Dann gehen wir in den Vorraum der Küche, in dem, wie ich später feststellen sollte, ausschließlich Joseph rauchen darf. Und ich. Ich freue mich über Kaffee und Zigaretten. Ich stelle nur wenige Fragen. Genau so viele, um beruhigt abschalten zu können. Ich merke, dass ich geschafft bin. 13 Stunden seit Berlin, Gefühlte zwei Tage, seitdem ich zuletzt richtig geschlafen habe.

Kurz darauf sitze im Auto mit Mahesh. Wir fahren zu KFC und holen für mich Mittagessen. Danach geht’s in einen Supermarkt in dem wir eine Art Erstversorgung kaufen, auf Firmenkosten. Dann erreichen wir einen Komplex, umgeben von einer 3 Meter hohen Mauer mit Stacheldraht. Das Eingangstor erinnert mich an einen Grenzposten. Wir halten an einer Schranke. Im rechten Häuschen sitzt ein gelangweilter Soldat mit Schussweste, im nächsten Häuschen auf der rechten Seite ein Mann in ähnlicher Uniform, der meine Unterschrift will. Von links kommt ein weiterer Mann mit einem langen Stab, an dessen unteren Ende ein Spiegel und am oberen Ende eine Taschenlampe klebt. Er kontrolliert uns auf Sprengsätze. Dann dürfen wir passieren. Die Panzersperre fährt hinab in die Erde und das massive Stahltor öffnet sich von links nach rechts. Wir fahren langsam hinein in den Al Mutlaq Compound.

Es eröffnet sich uns eine kleine Welt in der Welt. Entlang einer breiten Straße stehen kleine flache Häuser. Auf der anderen, rechten Seite ist eine grüne, gepflegte Wiese umgeben von Palmen und gestutzten Laubbäumen. Darauf ein Volleyballfeld, Fußballtore und ein Kinderspielplatz. Alles ist sehr sauber und scheint menschenleer, ein paar große weiße Autos stehen vor den Häusern. Wir fahren bis ans Ende des Compounds. Dann gehen wir zu meinem Apartment. Nummer 17. Weg von den Häusern ist hier Tür an Tür. 24 Apartments in 2 langgestreckten einstöckigen Häusern. Ich bin an die Motels aus amerikanischen Filmen erinnert.

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Zusammen mit Mahesh und einem Angestellten der Anlage betrete ich das Zimmer. Mein Herz bleibt kurz stehen. Ích blicke auf ein Bett, ein Sessel, einen alten Fernseher und alte Möbel. Eine große Klimaanlage neben dem Bett surrt so laut, als würde hier in einer Ecke noch zusätzlich eine kaputte Waschmaschine schleudern. Ein kleiner Flur beherbergt einen Kühlschrank, eine Mikrowelle und einen Wasserkocher. Davon geht das Badezimmer ab.

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Hier soll sich mein Leben abspielen? Ich frage etwas angespannt nach W-LAN. Ich soll Zugang bekommen, aber noch geht es nicht. Mein Herz will hier raus, doch mein Körper sagt: Erst essen, dann schlafen. Ich bin hundemüde. Mahesh versichert mir, dass ich so schnell wie möglich Internetzugang bekomme und macht sich davon. Hungrig setze ich mich auf den blauen Sessel und esse die fettigen Hühnchenstücke. Dazu schalte ich den alten Röhrenfernseher an und zappe durch eine Mischung aus arabischen und amerikanischen Sendern.

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Ziemlich voll lege ich mich ins Bett und will schlafen. Doch ich höre nur die Klimaanlage. Ich will nach draußen flüchten, doch es ist zu heiß. Druck baut sich immer mehr in meinem Brustkorb auf. Ich versuche mich zusammenzureißen.

Als erstes muss ich die Klimaanlage leiser bekommen. Ich bilde mir ein sie ist kaputt und mache mich kurzerhand auf die Suche nach jemand Verantwortlichen um sie reparieren zu lassen. Ein paar Häuser weiter finde ich jemanden, der mir wiederum versichert, dass er jemand schicken wird. Zurück in Zimmer 17 kann ich jetzt nur warten. Es vergehen 30 Minuten und ich weiß nicht was ich machen soll. Ich kann nicht raus, kann auch nicht hier in diesem Lärm bleiben. Wütend schreibe Joseph eine SMS. Ich beklage mich deutlich über meine Unterkunft und die schreckliche Klimaanlage. Als Antwort bekomme ich, dass er in einem Meeting, 2 Stunden von hier, sei und die Administration meines Compounds benachrichtigt wurde. Kurz darauf kommt tatsächlich ein Trupp von drei Indern. Im Schlepptau haben sie eine andere Klimaanlage, die mir allerdings nicht besonders vertrauenerweckend vorkommt. Ich hoffe nur das Beste, lasse sie machen und hocke mich draußen an die Häuserwand. 20 Minuten später bringen sie meine alte Klimaanlage raus und geben mir zu erkennen, dass jetzt alles funktioniert. Das lässt hoffen! Wieder drinnen erkenne ich, dass die Klimaanlage nur geringfügig leiser ist. Ich drehe sie wärmer und hoffe auf weniger Lärm. Tatsächlich reicht es aus, um mich für eine Stunde ins Reich der Träume zu befördern.

Es klopft an der Tür. Mahesh bringt mir einen LTE-Router. Ich bin überrascht, dass das Mobilfunknetz anscheinend moderner ist als in Berlin. Endlich hab ich schnelles Netz, ausreichend für Videotelefonie. Er drückt mir außerdem eine arabische SIM-Karte zum telefonieren in die Hand. Ich bin vernetzt, das beruhigt. Trotzdem gebe ich ihm und später auch Joseph per Telefon zu verstehen, dass ich unzufrieden bin. Für das Geld, welches mir zum wohnen zusteht, erwarte ich mehr als einen Raum ohne Küche. Er verspricht mir sich nach etwas anderem umzusehen. Ich lege auf.

Ich bin wieder allein. Draußen ist es immer noch unerträglich, drinnen surrt die Klimaanlage weiter vor sich hin. Es ist mittlerweile schon fast dunkel. Ich fühle mich unglaublich einsam und erinnere mich an meine Ankunft in Australien vor fünf Jahren.

Später am Abend schütte ich Lisa mein Herz aus. Wir telefonieren über Facetime. Unser Gespräch wird sehr emotional. Auf beiden Seiten. Lisa hat ständig Tränen in den Augen. Sie vermisst mich. Ich vermisse sie auch. Dazu kommt bei mir noch dieses seltsame Gefühl, welches Menschen haben, die in den Knast müssen. Zumindest stelle ich mir das so vor. Kurz muss ich dann auch weinen. Das passiert mir äußerst selten.

Es folgen Telefonate und Kurznachrichten mit meinen Eltern, Maja und meinem Bruder. Zwischendurch telefoniere ich mit Mahesh um rauszukriegen, wann ich morgen abgeholt werde. Er meinte um 10 Uhr. „Aramco will dich sehen.“ Abends telefoniere ich wieder mit Lisa. Ich bin bereits im Bett und stelle den Laptop direkt vor mich hin. Während der Bildschirm den jeweils anderen ganz nah zeigt, schlafen wir ein.

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